CO2 Ausgleich
für die gesamte Lieferkette
So sind die veröffentlichten Erklärungen bezüglich der CO2-Produktemissionen zu verstehen:
Die Stiftung Nature & More veröffentlicht alle wichtigen produktbezogenen Hintergrundinformationen zu Biolebensmitteln. Die Partner der Stiftung, die auch deren Siegel verwenden dürfen, werden konsequenterweise dazu angeregt und darin unterstützt, diese Politik der produktbezogenen Transparenz ebenfalls zu verfolgen. Bisher wurde folgendes erreicht:
1. Eine unserer Partnerorganisationen, Eosta B.V. hat bei der Berücksichtigung der klimarelevanten Aspekte von Bioprodukten die Führung übernommen. Bei verschiedenen Bioerzeugern weltweit, hat Eosta die Höhe der Treibhausemission berechnet, die durch den Transport, die Lagerung und die Verteilung der Produkte, aber auch durch deren landwirtschaftliche Produktion verursacht werden.
2. Die entsprechenden CO2-Werte, die auf dieser Webseite“ veröffentlicht werden, sind allesamt TÜV-Nord zertifiziert. TÜV-Nord ist eine der größten deutschen Zertifizierungsorganisationen, akkreditiert von der UNO, für die Zertifizierung von Emissions-Reduktions-Projekten*.
3. Der Anfang wurde gemacht mit argentinischen Äpfeln und Birnen, ägyptischen Orangen, sowie Strauchtomaten aus holländischen Gewächshäusern. Diese Produkte sind durch TÜV-Nord als “klimaneutrale Produkte” zertifiziert. EOSTA hat sich dazu verpflichtet, den Klimaeffekt (in Form von CO2) aller ihrer Produktionslinien, ob europäisch oder weltweit, zu berechnen und zu neutralisieren.
4. Diese Berechnungen umfassen die komplette CO2-Ökobilanz der Produkte. In dem angewendeten Rechenmodell werden neben den direkten CO2-Emissionen auch die indirekten Emissionen zweiter und dritter Ebene berücksichtigt. Diese entstehen z.B. durch den Transport und die Kühlung der Produkte, die Herstellung und den Transport von Düngemitteln und Verpackungsmaterial oder Arbeitswege von Mitarbeitern, bzw. Geschäftsreisen von Angestellten.
5. Zusammen mit Nature & More hat Eosta die Firma Soil & More International gegründet. Diese Partnerfirma betreibt weltweit groß angelegte Kompostanlagen in Zusammenarbeit mit den Biobauern vor Ort. An einige dieser Anlagen wurden bereits CO2-Zertifikate entsprechend des Kyoto-Protokols vergeben. Dies ist unter anderem der einzigartigen Kompostierungstechnologie von Soil & More zu verdanken.
6. Um die CO2-Emissionen seiner Lieferkette zu neutralisieren, verwendet Eosta nur CO2-Zertifikate, die durch diese und ähnliche Emissions-Reduktions-Projekte ihrer Lieferanten entstanden sind. Das bedeutet also, dass Eosta nicht nur die CO2-Emissionen der gesamten Wehrtschoepfungskette berechnet und neutralisiert, sondern darüberhinaus CO2-Emissionen reduziert, indem es seine Erzeuger anregt, an der Kompostherstellung in Zusammenarbeit mit Soil & More teilzunehmen.
Bio-Produkte: Lieber regional oder Übersee?
In der Diskussion um „Regionales Obst - Obst aus Übersee“ hört man häufig, dass regionale Produkte deutlich weniger klimaschädlich seien. Es ist sicher richtig, dass Transportemissionen bei regionalem Obst geringer sind. Richtig ist aber auch:
· Dass die Lager-, bzw. Kühlemissionen im Falle von europäischen Obst stark zu Buche schlagen. Das Obst wird unter sogenannter kontrollierter Atmosphäre, bei knapp über 0° C gelagert. Früher dauerte diese Lagerung 6 – 7 Monate, heutzutage sind 9 Monate gang und gäbe, und sogar eine 12-monatige Lagerung (über den Sommer!) ist nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen, wenn nicht schon früher liegt der Emissionsvorteil beim Überseeobst.
· Zusätzlich zu dem Umweltaspekt spielt der soziale Aspekt bei Lebensmitteln eine ausschlaggebende Rolle: es gibt Produkte (wie etwa Übersee-Frischobst), die aus rein ökologischen Gesichtspunkten nicht in allen Fällen Vorteile aufweisen gegenüber Ware, die aus Europa kommt. Betrachtet man jedoch den sozialen Aspekt in einem Liefer-(Entwicklungs-)land, so hat die Produktion dort vor Ort einen ganz entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen. Das Leben vieler Familien hängt direkt von dem Export der Produkte nach Europa oder den USA ab, da es im Gegensatz zu unseren Ländern dort keine sozialen Sicherungssysteme gibt.
· Niemand kauft einen Apfel nur auf der Grundlage von CO2-Berechnungen und Ökobilanzen. Geschmack, Frische und attraktives Aussehen sind entscheidende Kauffaktoren. Obst, das lange gelagert wird, erhält sein Aussehen während der Kühlperiode, danach verliert es sie jedoch sehr rasch. Überseeobst, das nur wenige Wochen gelagert wurde, bleibt auch beim Kunden noch wochenlang frisch, knackig und voll Geschmack.
Nature & More bittet die Kunden, vor diesem Hintergrund, ihr Einkaufsverhalten in Bezug auf Frischobst zu überdenken.
* Die Grundlage für diese Berechnungen sind Angaben, die der regierungsübergreifenden Kommission für Klimawandel (IPCC), den UNO-Rahmenrichtlinien zum Klimawandel (UNFCCC), dem UNO-Umweltprogram (UNEP), sowie anderen zuverlässigen Quellen entnommen sind.
Indem Sie einen der folgenden Produktcode auf unserer Webseite eingeben, erhalten Sie ein konkretes Beispiel unserer CO2-Berechnungen und Produkttransparenz:
Code 101 - Royal Gala Apfel von der Farm Fruempac in Argentinien
Code 302 - Braeburn vom Anbauer Agro Roca in Argentinien
Code 460 - Valencia Orangen von Mafa in Ägypten
Sie finden die CO2-Emissionswerte direkt unter der Qualitätsbeschreibung des Produktes.