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Wußten Sie schon . . . daß die Apfelmotte (Carpo capsa pomona) bereits 371 v. Chr. erwähnt wurde und die Menschen noch heute mit ihr zu kämpfen haben?

Apfel 


Der Apfel (Pyrus Malus). Äpfel sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr gesund. Das alte Sprichwort ist aus gutem Grunde nicht in Vergessenheit geraten: 'An apple a day keeps the doctor away' (Ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern). Ein mittelgroßer Apfel (ca. 100g) enthält nur ca. 50 kcal. Auf Grund seines hohen Wassergehalts von 85%, ist er ein hervorragender Durstlöscher und seine Kohlenhydratzusammensetzung gibt dem Körper einen längeren und gleichmäßigeren Energieschub als stark gesüßte Snacks. Dies könnte der Grund sein, warum der Apfel zu der gesunden Zwischenmahlzeit geworden ist. 

Neben den unterschiedlichen Zuckerarten (Glucose, Fructose und Saccharose) , enthält er mehr Rohfaser als die meisten Getreide. Auch Ballaststoffe und viele anderen wichtigen Nährstoffe sind in der Schale enthalten. Jedoch ist die Schale sehr empfänglich für Pestizide. Darum ist ein unbehandelter Apfel von weitaus höherem gesundheitlichen Wert. 
Äpfel haben auch einen ausgesprochen hohen Pektingehalt, ein löslicher Stoff, der in den meisten Obst- und Gemüsesorten enthalten ist. Studien haben ergeben, daß Pektin zur Senkung des Cholesterinspiegels beiträgt. Vitamin C ist ebenfalls ein wertvoller Inhaltsstoff des Apfels, dessen Menge je nach Sorte variiert, neben kleineren Mengen Vitamin A und B. Z.B. enthält ein Boskoop mittlerer Größe (ca. 100g) zwischen 20 und 30 Milligramm (mg) Vitamin C und ein Granny Smith mittlerer Größe zwischen 5 und 10mg. 
Von den mehr als zwanzig Mineralstoffen, die in einem Apfel enthalten sein können, sind Eisen und Phosphor die wichtigsten. 
Einen Apfel könnte man auch als 'natürliche Zahnbürste' bezeichnen: Sein festes Fruchtfleisch stimuliert das Zahnfleisch und seine Fruchtsäure wirkt sich reinigend auf die Zähne aus. Apfelsaft enthält Gerbstoffe, welche die Eigenschaft der möglichen Vorbeugung von Parodontose und anderen Zahnfleischkrankheiten besitzen. 
Im Vergleich zu anderen Obstsorten findet man im Apfel den höchsten Gehalt an Flavonoiden (auch Bioflavonoide genannt). Von diesen ist aus Forschungsergebnissen bekannt, dass sie vor Herzkrankheiten und Krebs schützen. Flavonoide sind für die Farbe des Obstes verantwortlich, sie sind Pflanzenpigmente. Aus diesem Grunde ist es ratsam, nicht nur auf den Geschmack des Apfels zu achten, sondern auch auf sein Äußeres, seine Farbe. 
Den größten gesundheitlichen Nutzen beim Genuß eines Apfels, haben wir für unsere Verdauung. Durchfall eines Babys läßt sich z.B. mit einem Brei aus rohem, feingeriebenem Apfel kurieren. 
Für die Qualität des Apfels ist nicht nur die Farbe ausschlaggebend, sondern auch der Geruch. Denken Sie auch daran, daß es Apfelsorten gibt, welche direkt nach der Ernte zu genießen sind und andere, welche erst nach einer Lagerung von ein paar Wochen ihre Genußreife erhalten haben.

Geschichte:

Bereits im alten Persien pflanzte man entlang den Straßen Apfelbäume und man wußte sie zu kultivieren. Alexander der Große kehrte, nach der Eroberung des persischen Reiches mit den unterschiedlichsten Früchten, u. a. dem Apfel nach Griechenland zurück. Von dort verbreitete sich der Apfel nach Italien und die Römer sorgten auf ihren Eroberungszügen für seine Ausbreitung nach Frankreich und Deutschland. Der Apfel, der einst Symbol der Sünde war, hat sich nach und nach das Image der Kraft erobert und steht heute, zusammen mit dem Zepter als Zeichen für die Königswürde.