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Wußten Sie schon . . . daß Weintrauben nicht nur als Frischobst lecker sind, sondern auch interessant in Salaten und zu Gemüsegerichten schmecken?

Trauben


Weintrauben (Vitis vinifera L) sind Beeren, die in Trauben gebündelt an langen Weinranken hängen. Ein Weinstock kann bis zu 60 Jahre lang genutzt werden und trägt pro Saison bis zu 50 Trauben. Für den Handel sind Weintrauben die wichtigsten Früchte. Es werden international mehr Weintrauben gehandelt, als Äpfel, Birnen und Orangen zusammen. Die größte Menge dieser Weintrauben geht in die Weinproduktion. Nur 10% werden als Tafeltrauben verkauft und 5% werden getrocknet.

Man unterscheidet Weintrauben auch nach ihrem Zweck: für Wein, für Rosinen oder als Trafeltraube. Trauben mit dem Nature & More Label sind ausschließlich Tafeltrauben. Diese werden weiter differenziert nach Farben: weiße Traube (die tatsächliche Farbe schwankt zwischen grün bis hell gelb oder goldfarben), rote Traube (mit Farbvarianten von dunkelrosa bis violett) und schwarze Traube (dunkellila oder intensiv blau). Diese gibt es in Sorten mit und ohne Kerne. Die besten Tafeltrauben sind süß, großbeerig und haben wenige oder keine Kerne.

Weintrauben waren früher für ihre Heilwirkungen bekannt und nicht so sehr als Nahrungsmittel. Große Mediziner wie Hippokrates, Galen und Celsus verwendeten Weintrauben als Heilmittel. Weintrauben enthalten viel Fruchtzucker, ätherische Öle, Kalzium und Gerbsäure. In schwarzen Trauben ist zudem eine beträchtliche Menge Eisen enthalten. Frischer Traubensaft unterstützt den Harnfluß und die Verdauung, reinigt den Organismus und wirkt einer Versäuerung entgegen. Eine Weintraubendiät ist gut geeignet um den Körper zu reinigen und zu entschlacken, sowie das Immunsystem zu stärken. Ebenso kann eine Kur mit Weintrauben bei Leber-, Nieren- oder Magenproblemen helfen, sowie bei Rheumatismus, Gicht, Bronchitis und anderen Lungenkrankheiten. Sie stimulieren den Appetit und eignen sich zum Abnehmen. Es ist wichtig, Weintrauben gut zu kauen.

Die Tafeltrauben werden geerntet, wenn die Beeren fest, gleichmäßig gefärbt und einheitlich groß sind. Wenn Sie sich Weintrauben aussuchen, so achten Sie darauf, dass diese frisch und knackig sind und fest am Zweig hängen. Sie sollten nicht vom Zweig fallen, aber sich gut davon lösen lassen. Meiden Sie Trauben mit braunen Flecken. Jedoch können manche Sorten gelbliche Sprenkel aufweisen, die nicht auf Verderb hinweisen. Meist sind die am besten gefärbten Weintrauben die süßesten. Fleckige und weiche Früchte sollten Sie nicht kaufen. Eine feine, dünne, puderige Wachsschicht auf der Schale der Trauben ist ein weiterer Indikator für die Frische der Frucht. Verzehren Sie die Weintrauben sofort oder bewahren Sie sie ungewaschen in einer Plastiktüte, nicht mit anderem Obst oder Gemüse zusammen, im Kühlschrank auf. Bis zu einer Woche lassen sich Weintrauben aufbewahren. Vor dem Verzehr bitte mit kaltem Wasser waschen und wieder trocknen. Sie entwickeln das optimale Aroma bei Raumtemperatur, d.h. sie sollten 20 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden. Der Wein gehört zu den ältesten Pflanzen der Welt, weit älter noch als der Mensch. Archäologen fanden Nachweise einiger wilder Sorten, die es bereits vor 130 Millionen Jahre gab. Die genauere Herkunft ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass seine ursprüngliche Heimat die Region um das Kaspische Meer ist, wo der Wein zur Blütezeit der Stadt Ur von den Mesopotamiern bereits kultiviert wurde. Über die Berge um das Schwarze Meer kamen sie wahrscheinlich nach Griechenland. Im 6. Jahrhundert v.Ch., als die Griechischen Kolonisten sich um Marseille niederließen, kam der Wein nach Frankreich. Von dort verbreitete er sich in ganz Europa. Die Römer und Spanier trugen ihn auf ihren Feldzügen in die Neue Welt. Er erreichte 1650 durch Jan van Riebeeck von der Dutch East India Company 1605, mit den ersten Siedlern Südafrika

Geschichte

Tafeltrauben sind jüngerer Geschichte. Früher, im 16. Jahrhundert wurde die Weintraube ausschließlich zu Wein verarbeitet. Der französische König Francois I bevorzugte eine spezielle Chasselas Weintraube als Nachtisch. Dies könnte man den Anfang der Geschichte der Tafeltrauben nennen. Zunächst war der Genuß der Tafeltrauben auf die lokalen Weinbaugebiete beschränkt. Doch seit der Erfindung von Kaltlagern auf Frachtschiffen wuchs die Bedeutung des Exports von Weintrauben.