Carlos Viveros

Planeta Verde

Hi, ich bin Carlos Viveros und baue fair gehandelte Bio-Avocados in Mexico an. Ich bin der Sprecher einer Gruppe von 28 Bauern aus dem fantastisch grünen Gebiet von Michoacan. Der Name unserer Vereinigung ist Planeta Verde, was so viel bedeutet wie “Grüner Planet”. Neben Avocados bauen wir auch Bio- Kokosnüsse, - Grapfruits und - Mangos an.

Bei der Abwicklung und dem Export unserer Waren arbeiten wir sehr eng mit Rewi und Susana Illsley von Pampastore Mexico zusammen. Dank ihnen sind unsere Waren Bio zertifiziert. So erreichen wir jetzt auch Kunden in Europa. Wir hatten einige schwierige Jahre und sind umso glücklicher jetzt gemeinsam mit Nature & More in die Zukunft zu blicken!

Unsere Farmen liegen in Michoacán an der Westküste Mexicos, nahe der Stadt Uruapan. Diese Region eignet sich wegen der fruchtbaren, vulkanischen Erde, dem exzellenten Klima und der Höhe perfekt zum Anbau von Avocados. Uruapan ist auch als die “Welthauptstadt der Avocados” bekannt. Wir bauen unsere Avocados auf einer Höhe von 1200 bis 2600 Meter an. Das tolle an ihnen ist, dass sie nicht sofort vom Baum gepflückt werden müssen, den sie beginnen erst nach dem Pflücken zu reifen und weich zu werden. Zusammen mit den klimatischen Bedingungen bedeutet das, dass wir fast das ganze Jahr über Avocados produzieren!

Bis jetzt sind nur ein kleiner Teil der Bauern aus unserer Region Bio-Bauern, aber wir setzen definitiv ein Beispiel. Viele konventionelle Farmer erkennen mittlerweile auch die Vorteile des ökologischen Anbaus für ihre Gesundheit und die Umwelt und beginnen einige unserer Anbaumethoden zu übernehmen. Deshalb hoffen wir, dass wir in naher Zukunft über 90 Farmer in unserer Gruppe haben werden.

 

Interview mit Rewi und Susana Illsley

Rewi und Susana Illsley sind Mexikaner mit amerikanischer Herkunft und Geschwister, ihre Farm ist also ein echter Familienbetrieb. Sie arbeiten eng mit Pampastore Mexico zusammen und helfen kleinen, lokalen Farmern beim Export von Bio-Früchten nach Europa. Sie sind seit 1982 in der mexikanischen Bio-Bewegung aktiv.

Was sind die Vorteile des biologischen Anbaus für die Gemeinden von Michoacan?
"Der biologische Anbau bringt den lokalen Gemeinden direkte gesundheitliche Vorteile. Im konventionellen Anbau kommen die Arbeiter oft mit Chemikalien und Pestiziden in Kontakt und auch die Luft und des Grundwassers sind verschmutzt. In der Folge beobachten wir einen starken Anstieg von Krebsfällen in der Region, vor allem Hirntumore treten sehr häufig auf. Das sehen natürlich auch die Farmer und entdecken die Vorteile des biologischen Anbaus."

Wie entwickelt sich die Bio-Bewegung in Mexiko?
"Sie ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In der Vergangenheit hatten die Farmer von Michoacan ein leichtes Leben, denn die Nachfrage nach Avocado war groß. Aber gerade kleinere Farmen haben immer niedrigere Preise erhalten und begannen sich deshalb immer mehr für die Ideen des ökologischen Anbaus zu interessieren. Außerdem sind ja gerade junge Menschen dank der Computer immer vernetzter und so sehr gut über alles, was in der Welt geschieht, informiert. So wuchs auch die Begeisterung für die Bio-Bewegung. Seit zwei Jahren haben wir nun auch ein Bundesgesetz zum ökologischen Anbau und damit eigene Vorschriften und Regeln. Viele Bio-Produktionen sind seitdem von den USA nach Mexiko verlegt worden. Wir selbst sind in einem großen Bio-Netzwerk aktiv, geben Kurse und versuchen so die Bewegung weiter nach vorne zu bringen.”

Mexiko hat eine lange Tradition beim Anbau von Getreide, aber man hört immer wieder, das diese durch den Import von GMOs (genetically modified organism), also gentechnisch veränderte Sorten, bedroht ist. Wie seht ihr das? 
"Ja, das stimmt. GMO's sind ein Thema, um das hart gerungen wird. Unternehmen wie Monsanto setzt sich vehement dafür ein GMO-Getreide ins Land einzuführen. Die Folge sind sogenannten Kreuz-Kontamination. Als Bio-Bauern wollen wir natürlich, dass unsere Produkte GMO frei bleiben. Glücklicherweise betrifft es uns beim Avocado Anbau noch nicht, aber Getreide ist natürlich generell für das ganze Land wichtig. Unsere Regierung hat einerseits Tests mit GMO-Getreide im Norden des Landes gestatte, aber gleichzeitig Programme zum Schutz von Samen und deren ursprünglichen Kultivierungsmethoden ins Leben gerufen. Auch die Einheimischen versuchen die traditionellen Sorten zu schützen. Wir hoffen sehr, dass wir die GMO Einfuhr stoppen können und somit unsere traditionelle Getreide-Biodiversität retten. "

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