Jayaprakash Narakkat

Justrop

Hi, ich bin Jayaprakash Narakkat, aber die meisten nennen mich „JP“. Ich beliefere Nature & More mit fair gehandelten Bio-Mangos. Gemeinsam mit meinem Vater bewirtschaften wir einen Bio-Betrieb im Süden Indiens. Im Norden des Landes arbeite ich mit anderen Mango-Erzeugern in unserem Unternehmen Justrop zusammen.

In Indien gibt es natürlicherweise eine große Vielfalt an Mangosorten. Mangos stammen aus Südostasien und wurden über Jahrhunderte angebaut, so dass wir heute über 1000 Sorten haben. Für Nature & More bauen wir die Sorten Alfonso und Kesar an. Beide sind sehr süß und haben eine cremige Konsistenz. 

Ich arbeite sehr eng mit drei kleinen Gruppen von Mango-Erzeuger aus Maharashtra, Hubli und Pujarat zusammen. Vor fünf Jahren half ich ihnen dabei auf Bio umzustellen und sie sind sehr glücklich damit. Früher haben sie viele Pestizide verwendet und das führte dazu, dass die Arbeiter oft krank waren. Heute sind sie viel gesünder und haben mehr Spaß an ihrer Arbeit!

Lassen sie mich ein wenig mehr über Mangos und wie wir sie anbauen, berichten: Alfonso-Mangos sind gelb und gelten als „der Stolz Indiens“. Sie sind süß, aromatisch, klein, cremig und haben nur wenig Fasern. Zwei Gruppen, mit denen ich arbeite, bauen Alfonso an. Die Eine besteht aus sieben Erzeugern aus dem Bundesstaat Maharashtra, 350 km von Mumbai entfernt. Die Andere kommt aus Hubli im Bundesstaat Karnataka und besteht aus zehn Erzeugern. Beide sind seit fünf Jahren zertifiziert. Auf ihren Plantagen gibt es den roten, Laterit-Boden, der den Mangos ihren tollen Geschmack verleiht!

Unsere Kesar-Mangos wachsen in Gujarat, einem wüstenähnlichen Gebiet an der Grenze zu Pakistan. Kesar-Mangos sind gold und grün, sehr süß, cremig und haben, wie Alfonso, wenig Fasern. Gujarat ist das ideale Gebiet zum Anbau von Kesar, denn die Mangos lieben den kalkhaltigen Boden dort. In Gujarat baut die Familie Bhandukia, bestehend aus drei Brüdern, ihren Kindern und Enkeln seit 2002 Bio-Mangos an.   

Wir sind sehr stolz auf die große Mango-Vielfalt bei uns in Indien und hoffen wir treffen damit auch Ihren Geschmack! 

 

Interview mit Jayaprakash Narakkat:

Wie wurde dein Interesse für den Bio-Anbau geweckt?

Ich erfuhr erstmals mehr über den Bio-Anbau, als ich 1984 bei einem kalifornischen Farmer lernte. Davor arbeite ich auf einer konventionellen Farm. Ein paar Jahre später begann ich selbst mit dem Bio-Anbau in Indien auf einer 1800 Morgen großen Fläche Land, auf der ich hauptsächlich Mangos angebaute. Mein Vater ist auch ein Bio-Bauer. Ich wuchs auf unserer Farm in der Nähe des Meeres auf. Damals baute mein Vater noch konventionell an. Wir merken, dass wir über die Jahre immer mehr investieren mussten, aber nicht mehr rausbekamen. Deshalb entscheiden wir uns auf den Bio-Anbau umzusteigen. Heute bauen wir Kokosnüsse und Reis an und betreiben auch Fischzucht auf den Reisfeldern.  Die Ablagerungen der Pflanzen sind ein ideales Futter für Fische oder Garnelen. Wir pflanzen den Reis in Juni an und ernten im Oktober oder November. Weil wir so nah am Meer liegen, bauen wir eine Reis Sorte an, der die Salzigkeit hier nichts ausmacht. Die modernen Reissorten der sogenannten „Grünen Revolution“ verwenden wir in Kerala nicht! 

Wie geht es euren Mango-Erzeugern mit der Bio-Umstellung?

Am Anfang war es etwas schwierig, weil einige nicht glauben konnten, dass man Früchte auch ohne Pestizide anbauen kann. Konventionelle Erzeuger nutzen diese in Indien sehr intensiv. Aber nachdem sie erst einmal umgestellt hatten, waren sie überzeugt. Einer unserer Erzeuger, war der glücklichste Mann auf Erden, als ich das letzte Mal mit ihm gesprochen habe: Seine Arbeiter wurden immer krank, als er noch Pestizide versprühte. Seit der Umstellung zum Bio-Anbau sind alle viel gesünder, und seine Versicherungsbeiträge sind drastisch gesunken und allen macht die Arbeit viel mehr Spaß! 

Sie sind hier

Was züchte ich?

Geolocation is 15.3647083, 75.12395470000001

Nachhaltigkeitsblume

Tabs

Wo zu finden?

Map

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.