Rob van Paassen

Rob van Paassen, Niederlande

Hallo, ich bin Rob van Paassen und ich baue Bio und Demeter gemüse für Nature & More an in den Niederlanden. Mein Gewächshaus befindet sich in einem Polder beinahe im Herzen der Niederlande in einem kleinen Ort namens Oude Leede. Trotz der Nähe der Residenzstadt Den Haag und des weltberühmten Rotterdammer Hafens ist Oude Leede ein wundervoll ruhiges und stilles Plätzchen. Das Gebiet beherbergt einige kleine Landwirtschaftsbetriebe. Diese Betriebe werden oft von kleinen Deichen, den einzigen Erhebung in dieser sonst völlig flachen Landschaft, voneinander getrennt. Typisch holländisch!

Unser Landwirtschaftsbetrieb ist ein typischer Familienbetrieb, der ursprünglich von meinem Vater erworben wurde. Meine Frau Sandra und ich bewirtschaften den Betrieb gemeinsam mit einem großartigen Team. Einige unserer Mitarbeiter sind bereits genauso lange dabei wie wir selbst! Mein Vater hilft uns noch ab und zu und kümmert sich um „Spezialprojekte“, die besondere Aufmerksamkeit und zusätzliche Betreuung benötigen. Das Gewächshaus erstreckt sich auf einer 1 ha großen Fläche. 1,3 ha werden für Weideland genutzt, auf dem sich die Familienpferde (ein Hobby unserer Kinder) wohlfühlen. Der Dung und Stallmist werden für die Produktion von Kompost für die Gewächshauspflanzen verwendet.

Die Vermarktung meiner Produkte erfolgt über Nautilus Organic.

 

Interview mit Rob van Paassen

N&M: Was war für Sie der Hauptgrund, um einen ökologischen Landwirtschaftsbetrieb zu beginnen?
​Rob: Als konventioneller Landwirt hatte ich mich bereits oft mit biologischer Schädlingsbekämpfung und organischem Kompost beschäftigt. Rein aus persönlichem Interesse heraus und aufgrund des Respekts gegenüber Pflanzen, Nahrungsmitteln und der Umwelt. Doch leider wurden diese Bemühungen in dem Markt überhaupt nicht belohnt / vergütet. Für den konventionellen Markt muss Gemüse immer noch perfekt aussehen, ungeachtet des versteckten Inhalts. Doch als ein großer niederländischer Händler mich bat, auf ökologischen Anbau umzusteigen, war das für mich ein logischer Schritt. Damit war für mich die finanzielle Sicherheit gewährleistet, meinen Traum von der Landwirtschaft zu verwirklichen.

N&M: Können Sie uns etwas über die Insekten und Vögel auf Ihrem Grundstück erzählen? 
Rob: Wir arbeiten mit vielen verschiedenen Insekten. Auch Vögel lassen sich regelmäßig im Gewächshaus sehen und stellen so sicher, dass der Raupenbefall bei uns ausbleibt. Sehr aufregend war, dass einer der Studenten, die im Gewächshaus aushelfen, in diesem Jahr einen sehr seltenen Schmetterling zwischen den Gurken entdeckt hat, ein zur Familie der Schwärmer zählendes Pfauenauge.

N&M: Die Produktion in Gewächshäusern ist sehr intensiv und verbraucht viel Energie. Welche nachhaltigen Verfahren, außer der ökologischen Produktion, wenden Sie noch an? 
Rob: Wir versuchen, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, indem wir in den Wintermonaten Produkte anbauen, die weniger Energie benötigen. Der Wechsel beim Anbau von Pflanzen fördert außerdem die Bodenfruchtbarkeit.

N&M: Was ist das Besondere an Ihrem Betrieb?  
Rob: Unser Betrieb ist besonders, weil er so klein ist. Dadurch sind wir in der Lage, unter anderem mit neuen Pflanzen zu experimentieren. Wir glauben auch gern, dass die drei Pferde, die für die Produktion des organischen Düngers verantwortlich sind, unseren Betrieb zusätzlich bereichern!

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