Fernando Wong

Sunshine Farms, Peru

Sunshine Farms ist eine moderne, Mango und Avocado exportierende Firma. Sie liegt in der Provinz Piura, einer Küstenregion, im Nordwesten von Peru. Der Provinzname stammt von dem Quechuawort „pirhua“ ab, was soviel bedeutet wie “Nachschublager”. Die Gegend wurde von den Inkas als Zwischenstopp benutzt, um bei ihren Eroberungszügen gegen die damalige lokale Bevölkerung ihre Vorräte aufzufüllen. Heutzutage bedient die Piura Region den (Welt)markt mit verschiedensten tropischen Produkten.

1985 starteten wir mit unserem „Exportabenteuer“ Sunshine, einem Geschäft, das sowohl ihnen, als auch den Obstproduzenten der Gegend fremd war. Inzwischen gehört Sunshine zu den größten, Frischeprodukte exportierenden Unternehmen des Landes, mit gewaltigen Absatz- und Entwicklungsmöglichkeiten für peruanische Erzeuger.

Mehr als 300 Mangoanbauer arbeiten für Sunshine, alle in den Tälern an der Nordwestküste Perus. In der Piura Region kann man, aufgrund der geographischen Lage viele unterschiedliche Klimate finden. Die Küstenregion ist unterteilt in die peruanische subtropische Wüste Sechura im Süden, Savannen und trockene tropische Wälder im Zentrum sowie im Norden. Es gibt auch kleine tropische Täler, in denen Reis- und Kokosnussanbau üblich ist. Das zumeist trockene Klima ist hervorragend geeignet für den biologischen Mangoanbau, haben doch die gefürchteten Schimmelpilze in der Trockenheit keine Chance. Das Klima, sowie die Streuung der Erzeuger über die ganze Region bietet Sunshine die Möglichkeit, die Exportsaison für Mango optimal in die Länge zu ziehen.

Wir arbeiten mit großen, mittleren und kleinen Erzeugern. Allen bietet es technische Unterstützung sowie die ständige Überwachung der Plantagen.

Wir geben auch Kleinbauern die Möglichkeit internationale Qualitätsstandarts zu erreichen und ihre Produkte dann auf dem Weltmarkt anzubieten. Die meisten dieser kleinen Erzeuger sind Familienunternehmen und finanziell nicht stark genug, um die Produktivität und Qualität auf ihren Plantagen ausreichend zu verbessern. Wir ermutigen sie auch, auf biologischen Anbau umzustellen. Er bietet ihnen das nötige Kapital zur Qualitätsverbesserung ihrer Plantagen und liefert technische Unterstützung, so dass auch sie hervorragende Ernten erzielen können. Spezialisierte Agraringenieure unterstützen diesen Prozess.

Alle Plantagen werden entsprechend guter landwirtschaflicher Praxis und Eurepgap bewirtschaftet. 8% der Sunshine Mangos werden inzwischen nach biologischen Prinzipien angebaut. Sie werden von Skal zertifiziert

 

Interview

N&M: Ihre Firma ist das größte Mango exportierende Unternehmen Perus. 8 % der Sunshine Mangos sind nach biologischen Richtlinien angebaut. Wie motivieren Sie Ihre Anbauer umzustellen und biologisch zu wirtschaften?

Don Fernando: “Soy un jugador por naturaleza”. Ich bin ein Pionier in Peru, was Anbau und Export biologischer Mangos betrifft. Zuvor gab es hier so gut wie keine Informationen zum biologischen Anbau von Mangos. Es handelt sich um eine arbeitsintensive Anbauform, die viel Erfahrung und Wissen voraussetzt. Schädlings- und Krankheitsbekämpfung waren schwierig und wir mußten noch alles über Nacherntebehandlungen herausfinden. Aber wir ließen uns nicht ermutigen und durch immer wieder Neues auszuprobieren, machten wir mehr und mehr positive Erfahrungen. Auch in Bezug auf die Exportmöglichkeiten mußten wir uns schlau gemacht und Erfahrungen sammeln was den Ertrag der biologischen Mangoproduktion betrifft.

Jetzt sind wir soweit, dass wir wunderschöne biologische Mangos anbauen können, wir haben Zugang zu internationalen biologischen Märkten und wir wissen, dass
biologische Produkte gut sind, sowohl für die Menschen und die Umwelt als auch für das Geschäft.

N&M: Wie schätzen Sie die Entwicklung des Bio-Mango Exports in den nächsten fünf Jahren ein? Glauben Sie, dass die biologische Abteilung bei Sunshine weiter expandieren wird?

Don Fernando: In den letzten paar Jahren hat der Export von Bio-Mangos gewaltig zugelegt. Bei Sunshine sind wir davon überzeugt, dass dieses Wachstunm sich fortsetzen wird. Um der erwarteten Nachfrage gerecht werden zu können, haben wir ein neues Projekt ins Leben gerufen: die Gründung einer Genossenschaft für biologischen Anbau durch 365 Mangokleinbauern. Diese verfügen jetzt bereits über 800 Hektar Bio-Mangos in Umstellung.

N&M: Wie sieht die praktische Unterstützung dieser Kleinbauern aus?

Don Fernando: Wir bieten konkrete technische Unterstützung auf den Feldern und jahrrund Hilfestellung bei biologischen Anbaufragen. Wir unterstützen die Anbauer bei der Ernte, der Sortierung und den Nachernteverfahren.
Die Umstellung auf den biologischen Anbau und die Unterstützung bei der Verbesserung der Produktqualität, geben dieser Gruppe die Möglichkeit, internationale Lebensmittelstandarts zu erreichen und den internationalen Markt mit einem biologischen Premium Produkt zu bedienen.
Daneben entwickeln wir weitere Möglichkeiten, wie z.B. die Verarbeitung durch Tiefkühlen. Dieses Verfahren ermöglicht es, Mangos, die nicht verkauft werden können einzufrieren. Das tiefgefrorene Produkt eröffnet uns neue Verkaufskanäle

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