Easton Marsch

Lushof

Hallo, ich heiße Easton Marsch und arbeite als Farm Manager auf dem Lushof. Wir bauen biologische Trauben und Blaubeeren für Nature & More im Westen Südafrikas an. 

Ich wohne hier mit meiner Frau und meinen zwei Kindern. Bereits als ich klein war, träumte ich davon Farmer zu werden, da ich auf dem Lushof aufgewachsen bin. Schon meine Eltern arbeiteten auf dieser Farm– mein Vater als LKW Fahrer und meine Mutter verpackte Tomaten. Auf Grund der Apartheidspolitik und meiner Hautfarbe war es damals für mich jedoch undenkbar als Farmer tätig zu werden. Als Kind spielte ich oft mit den weißen Kindern der damaligen Farmbesitzer, was nach einiger Zeit verboten wurde.

Nach der Schule begann ich Außenhandel zu studieren. Erst als mein Vater starb, traf ich meinen ehemaligen Spielkameraden wieder. Wir unterhielten uns gut und ich erklärte ihm, dass mich Agrarwissenschaft schon immer sehr interessierte. Daraufhin beschloss mein Freund, mir die Möglichkeit zu geben, mich zu profilieren und stellte mich als Farm Manager auf dem Lushof ein.

Nun konnte ich endlich meiner Leidenschaft nachgehen. Ich hoffe sehr, dass Sie unsere gesunden und schmackhaften Früchte genießen! Meiner Meinung nach sind die Pflege und die Gesunderhaltung des Bodens die wichtigsten Voraussetzungen für den Anbau von Bio-Trauben und –Blaubeeren. Wir müssen den Boden mit Vorsicht bearbeiten und auf seine Bedürfnisse reagieren. Meine Philosophie ist folgende: Wenn wir unsere Erde nachhaltig behandeln, gibt sie uns eine Menge zurück. So ist es schon seit Generationen!

 

Interview

N&M: Wie hast du die Erfahrung empfunden, der erste nicht-weiße Farm Manager in der Gegend zu sein?  
"Die Landwirtschaft war schon immer meine Leidenschaft, aber da der Studiengang Agrarwissenschaften lediglich für weiße Farm Manager war, ging ich meiner zweiten Leidenschaft nach: dem Außenhandel.
Als mir das Angebot gemacht wurde, Lushof zu managen, kannte ich mich in diesem Bereich nicht gut aus. Ich kam in die Situation, dass ich einen 40-jährigen Feldarbeiter ohne entsprechende Ausbildung nach Rat auf dem Feld fragen musste.
Die größte Herausforderung für mich waren jedoch überraschenderweise nicht die weißen Landbesitzer und Farm Manager um mich herum, sondern meine eigenen Leute: Sie hielten mich vorerst aufgrund meiner Hautfarbe für unfähig als Farmmanager.“

N&M:  Und wie hat sich diese Beziehung über die Jahre entwickelt? 
"Ich habe rasch bemerkt, dass diese Menschen sehr gut wussten, was sie taten, nur dass sie es nicht gut erklären konnten. Mit der Zeit haben wir eine gute Kommunikation entwickelt. Heute vertrauen sie mir und wir arbeiten gut zusammen.“

N&M: Hat diese Erfahrung Einfluss auf deinen Management Style gehabt?
"Ja. Ich habe daraus gelernt, dass es sehr wichtig ist, den Leuten zu erklären, warum Dinge getan werden müssen. Das ermöglicht ihnen, komplette Prozesse zu verstehen. Ich sehe es als meine Aufgabe an, zu fördern und zu bilden. Letztendlich trägt dies auch dazu bei, dass unsere Arbeiter sich entwickeln und noch besser werden.“

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