André und Madaléne Spangenberg

Groenheuwel

Hey, wir sind André und Madaléne Spangenberg und wir bauen bio-Zitrus in Südafrika an. Unsere Farm Groenheuwel Boederij liegt in dem fruchtbaren Tal des Orange River, einem der größten Flüsse Südafrikas. Das Anwesen mit seinen rund 6.000 Hektar haben wir zusammen mit unseren Mitarbeitern aufgebaut. Auf 225 Hektar werden Früchte angebaut, davon sind derzeit 75 Hektar für biologische Zitrusfrüchte vorgesehen.

Weil bei uns in Südafrika vieles noch im Werden ist, haben wir die Chance, auch manches besser zu machen, als in den oft eingefahrenen Strukturen in Europa oder Nordamerika. Diese Chance nutzen wir, um für unsere Mitarbeiter nicht nur Arbeitsplätze zu bieten, sondern ihnen ein Lebensumfeld zu ermöglichen, das für sie eine echte, dauerhafte Heimat sein kann.“

 

Interview

N&M: Warum haben Sie mit dem biologischen Anbau von Zitrusfrüchten begonnen?
André: Einer der Gründe, warum wir mit der Produktion von Zitrusfrüchten angefangen haben, war eine notwendige Diversifizierung unseres Betriebs. Das bedeutete u.a. Risikostreuung und – für unsere Leute – eine ganzjährige Beschäftigung. Wir hatten vorher bereits lange Zeit auf konventionelle Weise Trauben angebaut. Trauben haben aber eine sehr kurze Saison, in den Monaten Dezember und Januar. Wir konnten also, indem wir unsere Produktionssaison verlängerten, kontinuierliche Beschäftigung für unsere bisher saisongebundenen Arbeitskräfte schaffen. Heute können wir ihnen in neun Monaten des Jahres Arbeit anbieten. In diesem ländlichen Gebiet ist das gut für die Arbeiter und vor allem auch für ihre Familien.

Madaléne: Als wir 2000 mit den Zitrusfrüchten anfingen, arbeitete der Bruder von André schon biologisch. Wir sahen die Vorteile des organischen Anbaus und beschlossen, die Zitrusfrüchte organisch anzubauen. Wir besuchten ihn regelmäßig und sahen, dass unser Betrieb gute Möglichkeiten bot für biologischen Anbau. Unsere abgelegene Lage, weit entfernt von anderen Betrieben und von Industrie, heißt, dass wir kein Risiko eingehen, von außen kontaminiert zu werden.

N&M: Biologische Landwirtschaft erfordert, verglichen mit der konventionellen, eine andere Denkweise. Wie ist es Ihnen diesbezüglich während der Umstellung auf eine organische Wirtschaftsweise ergangen?

Madaléne: Schon als wir noch konventionell Trauben produzierten, hatten wir den Gebrauch von Düngemitteln vermindert. Wir verwenden stattdessen eine Menge organischer Stoffe, z.B. zum Abdecken, und wir glauben, dass das eine Menge ausmacht. Biologische Landwirtschaft passt gut zu unserem Lebensstil.

N&M: Gemeinschaftsentwicklung für die Angestellten scheint hier auf der Groenheuwel Boerdery sehr wichtig zu sein. Was ist hier für die Gemeinschaft entstanden?
André: Vor dem Anfang des Arbeitstags haben die Leute die Gelegenheit, an einem ökumenischen Morgengebet teilzunehmen. Jeden Tag wird ein Geistlicher eingeladen, um mit ihnen zu beten und zu singen. Einer der Arbeiter macht im Moment eine Ausbildung zum Geistlichen in unserer Gemeinschaft.

Madaléne: Einer unserer Leute arbeitete einmal für eine bestimmte Zeit auf einem anderen Betrieb, 500 km von hier entfernt. Er erzählte der Betriebsleitung dort mit viel Enthusiasmus vom Morgengebet hier in Groenheuwel, und wie wichtig das für ihn und für unsere Leute sei. Der Betriebsleiter sprach uns darauf an und wir erzählten ihm von unseren Erfahrungen. Heute hat auch er auf seinem Betrieb das Morgengebet eingeführt.
André: Darüber hinaus organisieren wir viele technische Schulungsprogramme, wie z.B. Traktor fahren, Herstellen von Kompost und Bewässerung der Felder. Wir stellen unseren Leuten Häuser zur Verfügung, so dass sie sich hier zu Hause fühlen können. Zudem bieten wir eine Reihe von Programmen der Erwachsenenbildung an, die alle Lebensbereiche umfasst.

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