Hans und Jan Rozendaal

Rozendaal

Hallo! Mein Name ist Hans Rozendaal und gemeinsam mit meinem Bruder Jan baue ich viele verschiedene Bio-Gemüse in Holland an. Unser Bauernhof befindet sich in einem landschaftlich sehr schönen Gebiet namens “Hoekse Waard” südlich von Rotterdam. Unser Unternehmen ist ein waschechtes Familienunternehmen. Das geht zurück bis ins Jahr 1946, als unser Großvater dieses Stück Land erwarb. Zu dieser Zeit gab es nicht nur Ackerbau, sondern auch Viehzucht mit Schweinen, Milchkühen und Hühnern. Nachdem unser Großvater leider viel zu früh starb, übernahm mein Vater, gerade mal Anfang 20,  den Bauernhof. Er beschloss, mit der Viehzucht aufzuhören und sich gänzlich auf den Gemüseanbau zu konzentrieren.

1996 begann ich dann, Bio-Landwirtschaft zu studieren und wir fingen an, das erste Gemüse gemäß den ökologischen Richtlinien anzubauen. Was mich an dieser Methode reizte, war und ist der ganzheitliche Ansatz und die enge Zusammenarbeit mit der Natur.
Jedes Jahr kam ein weiteres Stück Land zu unserer biologischen Anbaufläche hinzu – und so stellten wir den Betrieb ganz langsam um. 2000 war unser Unternehmen dann offiziell Bio-zertifiziert. Es gab einige schwierige Jahre für uns und wir mussten lernen, mit den Einschränkungen und Auflagen im Bio-Anbau zurechtzukommen. Das wir es letztendlich gemeistert haben, ist ein echter Team-Erfolg! Mein Vater steuerte seine jahrelange Erfahrung in der Landwirtschaft bei, mein Bruder Jan sein technisches Fachwissen und ich meine theoretischen und kaufmännischen Kenntnisse.
Heute machen wir uns ein ausgeklügeltes Fruchtfolge-System zu Nutze und bauen Gemüse an, die perfekt im vorhandenen Boden gedeihen, zum Beispiel Staudensellerie, grüne und gelbe Zucchini, Rot- und Weißkohl, Pastinaken sowie Lauch. Ein Gras-Klee-Gemisch dient als Gründünger für den Boden.

Nach vielen Jahren voller lehrreicher Erfahrungen können wir voll und ganz bestätigen, was jeder Bio-Bauer sagt: Wenn du gut zum Boden bist, wird er gut zu dir sein.

 

N&M:  Wie planst du deine Anbauflächen?
Hans:  Wenn wir überlegen, was wir wo anbauen, versuchen wir sicherzustellen, dass der Arbeitsaufwand gleichmäßig über das Jahr verteilt ist. Im Frühling beispielsweise ernten wir die ersten Zucchini, bringen dafür aber gleich wieder neue Pflanzen in die Erde. Im Sommer ernten wir Sellerie und halten das Beikraut ins Schach. Im Herbst sind die Gemüse mit einer langen Langerzeit an der Reihe – wir ernten Kartoffeln, Knollensellerie und Kohl. Im Winter ernten wir dann schließlich die Pastinaken und erledigen Instandhaltungsarbeiten. 

N&M: Wenn du an die Zukunft denkst – was siehst du?
Na ja, wir haben nicht vor, ein Großbetrieb zu werden. Wir möchten unsere familiäre Struktur bewahren und intakt halten, indem wir auf umweltfreundliche, biologische Anbaumethoden zurückgreifen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte so weit wie möglich vor Ort zu vermarkten. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir unsere Produktpalette weiter ausbauen und stärker mit anderen Bio-Bauern in der Region zusammenarbeiten. Ich denke, dass im regionalen, diversifizierten und vernetzten Arbeiten die Zukunft liegt.

N&M: Ihr betreibt euren eigenen Internetshop. Erzähl uns was darüber!
Unser Internetshop heißt “Biologisch Goed”. Es ist nicht nur unser Projekt, sondern repräsentiert viele verschiedene Bio-Bauern der Region Südholland, darunter zum Beispiel auch Rob van Paassen, der auch Bio-Gemüse für Nature & More erzeugt. Diese Kooperation haben wir 2006 ins Leben gerufen, damit einher ging die Anschaffung von Kühlzellen und speziellen Verpackungseinheiten. 

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